Akademie für Musik-, Tanz-, Kunsttherapie

Kunsttherapie

Kunsttherapie als Ausbildung und Therapie ist eine Abteilung der Akademie für Musik-, Tanz- und Kunsttherapie (MTK-Akademie) in der Trägerschaft des Berufsverbands für Künstlerische Therapie g.e.V.

 

Künstlerisch und wissenschaftlich konzipiert und durchgeführt wird die Kunsttherapie-Ausbildung der MTK-Akademie von Mitherausgebern und Autoren der „Musik-, Tanz-, Kunsttherapie – Zeitschrift für Künstlerische Therapien im Bildungs-, Sozial- und Gesundheitswesen“ (MTK), Verlagsgruppe Hogrefe & Huber, Göttingen, Bern (www.hogrefe.de/mtk).


Kreative Potentiale und Fähigkeiten können durch Kunst- und Gestaltungstherapie neu entdeckt werden. Durch gestalterische Arbeiten, aber auch in der Betrachtung von Kunst findet sich ein visueller Zugang zum Unbewussten. In der Praxis werden kunsttherapeutische Verfahren um tiefenpsychologische Grundlagen ergänzt. Die Kunst- und Gestaltungstherapie hat sich im Klinikbereich als eigenständige Profession bewährt.


Im Bereich der Psychiatrie, Psychosomatik, in der Kinder- und Jugendtherapie hat die Kunsttherapie zu Fortschritten in der gesamten Therapiebehandlung beigetragen. Bei Einschränkungen der verbalen Kommunikationsfähigkeit, bei schweren Persönlichkeitsstörungen ist Kunsttherapie ein wertvolles Mittel, um Kommunikationsprozesse wieder zu ermöglichen. Kunst- und Gestaltungstherapie hilft bei der Ausdrucksmöglichkeit, fördert Katharsis, trägt zur Einsichtsvermittlung, Selbstaktualisierung und Ich-Stützung bzw. Ich-Stärkung bei. So werden in den aktuellen S3 Praxisleitlinien in Psychiatrie und Psychotherapie-Leitlinie Psychosozialer Therapie bei Menschen mit  schweren  psychiatrischen Erkran-kungen folgende künstlerisch-therapeutische Zielstellungen benannt:

 

Wiedergewinnung, Erhaltung und Förderung von Gesundheit und Gesundheitsverhalten,   z. B. durch die Förderung von Ressourcen, Steigerung der Leistungsbereitschaft  durch Stärkung von Eigenmotivation, Entwickeln eigener Ziele und Verbesserung der Selbststrukturierungs- und Konzentrationsfähigkeit sowie Verbesserung der Lebensqualität durch Stimulation und Zugang zu Entspannung, Achtsamkeit, Genuss- und Rekreationsfähigkeit, sowie  positivem Affekterleben.

 

Stabilisierung und Stärkung der Selbstregulation, z. B. durch die Wiedergewinnung des Selbst-und Realitätsbezugs, Entwicklung der modalen und integrativen Wahrnehmung, Entwicklung affektiver Kompetenzen, Stärkung des Selbstwirksamkeits- und Kontrollerlebens sowie Entwicklung von Handlungs-kompetenzen. Entwicklung psychosozialer Kompetenzen, z. B. durch Erweiterung der interpersonalen Kommunikation und Verbalisierungsfähigkeit durch die Verzahnung nonverbaler und verbaler Interaktion sowie Steigerung der  emotionalen Anteilnahme und  Schwingungsfähigkeit.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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